Editorial #5

Schlaf im BGM – Gesunder Schlaf für Ihre MitarbeiterInnen!

Schlaf – Was eine gute Mütze Schlaf ausmacht!

Für Arbeitnehmer ist gesunder Schlaf essenziell – Übermüdung sinkt das Wohlbefinden von Beschäftigten und das Risiko für Unfälle und Fehler steigt. Jeder 4. Erwachsene in Deutschland leidet unter Einschlaf- und Durchschlafstörungen. 15% aller Erwachsenen in Deutschland stufen ihre Schlafstörungen als behandlungsbedürftig ein. 10 Millionen Deutsche sind schwer betroffen. Schlafstörungen zählen zu den häufigsten psychosomatischen Beschwerden und liegen nicht selten mentalen Belastungen zugrunde. Schlafprobleme sind also auf dem Vormarsch und beeinträchtigen den Arbeitsalltag – umso wichtiger ist es mit Maßnahmen im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung gegenzusteuern. Zum Beispiel in Form von Online-Vorträgen werden MitarbeiterInnen zum Thema Schlaf sensibilisiert, über Schlafprobleme aufgeklärt und Tipps und Entspannungstechniken für eine gesunde Schlafgesundheit vermittelt.

Warum schlafen wir?

Schlaf macht etwa 25-30 Jahre unseres Lebens aus, wir verbringen also ein Drittel unserer Lebenszeit mit Schlafen. Warum ist Schlaf so wichtig? Unser Körper regeneriert im Ruhezustand – Zellen erneuern sich, das Immunsystem wird gestärkt, der Stoffwechsel wird reguliert. Nach einer guten Mütze Schlaf sind zudem auch unsere geistigen Fähigkeiten effizienter – wir können uns besser konzentrieren, Erinnerungen hervorrufen, uns neue Dinge merken und fühlen uns leistungsfähig. Ausreichender und erholsamer Schlaf ist also ein wichtiger Baustein psychischer und physischer Gesundheit.

Was passiert, wenn wir schlafen?

Im Schlaf durchlaufen wir mehrere Schlafzyklen, die jeweils 90-110 Minuten dauern. Jeder Schlafzyklus ist durch zwei zwei Phasen gekennzeichnet: 

  • REM-Phase (rapid eye movement): In dieser Schlafphase bewegen sich unsere Augen unter geschlossenen Lidern schnell hin und her und wir träumen besonders lebhaft.
  • NREM-Phase (non rapid eye movement): Der NREM-Schlaf unterteilt sich in vier Stadien – zwei Leichtschlafphasen und zwei Tiefschlafphasen, die sich mehrmals in der Nacht mit dem REM-Schlaf abwechseln.

Jede Phase ist wichtig für die Erholungsfunktion unseres Schlafs. Werden sie durch Schlafstörungen unterbrochen oder treten erst gar nicht ein, wirkt sich das auf unsere Gesundheit aus.

Was macht eine Schlafstörung aus?

Eine Schlafstörung bezeichnet den Mangel an Schlafqualität oder Schlafquantität. Nicht einschlafen können, frühes Erwachen, Gedankenkreisen, Herzklopfen und Unruhe sind häufige Schlafbeschwerden und führen am nächsten Tag zu Müdigkeit, Unwohlsein und Muskelschmerzen. Dauerhaft schlechter Schlaf verhindert nächtliche Erholungsprozesse und kann mit einem erhöhten Risiko für Herz-Rhythmus-Störungen, Bluthochdruck und psychischen Beschwerden wie Depressionen oder Angststörungen einhergehen. Dabei liegen Schlafproblemen häufig schon mentalen Belastung zugrunde: Sorgen, Konflikte, ungelöste Probleme, erhöhtes Stressaufkommen – die Psyche lässt den Körper nicht zur Ruhe kommen und ruft Schlafstörungen hervor. 

Wie verbessere ich meine Schlafqualität?

Wieviel Schlaf wir brauchen, um uns erholt zu fühlen ist individuell sehr unterschiedlich. Manche brauchen 5, andere 8 Stunden Schlaf. Um nicht unter unsere Grenze zu rutschen und unsere Schlafqualität zu verbessern, helfen folgende Tipps und Tricks:

  1. Regelmäßige Aufsteh- und Zubettgeh Zeiten etablieren 
  2. Das Bett nicht zum Essen oder Fernsehen, sondern nur zum Schlafen nutzen
  3. Schlafzeiten tagsüber vermeiden – max. 30 Min. Mittagsschlaf
  4. Kein Alkohol, Koffein oder Nikotin bis zu 2 Std. vor dem Schlafengehen 
  5. Keine elektronischen Geräte vor dem Schlafengehen nutzen (Licht stört die Ausschüttung von Schlafhormonen)
  6. Anwendung von Entspannungstechniken zum (wieder) einschlafen