EDITORIAL #4

Achtsamkeit im BGM – mehr Gelassenheit und Konzentration für Ihre MitarbeiterInnen!

Achtsamkeit – was verbirgt sich hinter dem Trendwort?

Basierend auf epidemiologischen Studien der Weltgesundheitsorganisation sind in Deutschland jedes Jahr 27,8 % der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Psychische Krankheiten sind damit sogar noch vor Erkältungskrankheiten hauptverantwortlich für die Fehltage der meisten MitarbeiterInnen, so ein Sprecher der Techniker Krankenkasse. Ein effektiver und nachhaltiger Weg, um diesem Umstand zu begegnen, können präventive Maßnahmen in Form von Workshops oder Online Seminaren zu den Themen Achtsamkeit, Stressmanagement oder Resilienz sein.

Das Konzept der Achtsamkeit findet seinen Ursprung im Buddhismus und ist auch aus dem westlichen Raum seit vielen Jahren nicht mehr wegzudenken. Achtsam zu sein bedeutet „seine Aufmerksamkeit gezielt auf das gegenwärtige Erleben zu richten, ohne dabei zu bewerten“ (John Kabat-Zinn). Unter dem Begriff der Achtsamkeit lässt sich demnach eine bestimmte Grundhaltung oder auch eine Lebenseinstellung verstehen, welche sich trainieren lässt. Daher ist Achtsamkeit ein wichtiger Baustein im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung. Denn eine Vielzahl von wissenschaftlichen Forschungsstudien belegt mittlerweile, dass Achtsamkeitsübungen langfristig zu mehr Lebensfreude, Zufriedenheit, Wohlbefinden und damit auch zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und Produktivität führen. 

Achtsamkeit lernen: Viele Wege führen zum Ziel

Dem Konstrukt Achtsamkeit kann man sich von zwei verschiedenen Seiten nähern. Zum einen lässt sich Achtsamkeit als eine sehr kognitive Fähigkeit begreifen, da wir unsere Aufmerksamkeit ganz bewusst fokussieren und damit aktiv steuern können. Und genau diese bewusste Fokussierung und Steuerung der Aufmerksamkeit lässt sich erlernen und trainieren. Aus diesem Grund ist die Implementierung von Achtsamkeits-Workshops in betrieblichen Gesundheitsangeboten von Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Der andere Weg, über den wir uns Achtsamkeit nähern können, ist Akzeptanz. Damit ist gemeint, dass ein achtsamer Mensch Situationen und Emotionen wahrnimmt, ohne sie zu bewerten. Um dies zu trainieren bieten sich eine Reihe von Entspannungsübungen an, welche in Form von interaktiven Seminaren an Ihre MitarbeiterInnen herangetragen werden können und sich so leicht in deren Alltag integrieren lassen.

  1. Achtsame Momente im Alltag (mit den fünf Wahrnehmungssinnen)
  2. Meditation / Yoga 
  3. Autogenes Training / Body Scan 
  4. Progressive Muskelentspannung (PMR) 
  5. Traum- oder Fantasiereisen 
  6. Kognitive Umstrukturierung (= positiven Fokus setzten)